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Biographie

1960 unterzeichnete Daniel Spoerri als Mitbegründer das Manifest des »Nouveaux Réalisme« in Paris, nachdem er zuvor als Tänzer und Regisseur tätig war. Als bildender Künstler wurde er vor allem durch seine »Fallenbilder« (»Tableaux piège«) weltbekannt. Das sind auf Tischplatten fixierte Überreste einer Mahlzeit oder einer anderen zufällig vorgefundenen Situation (Arbeitstisch oder Flohmarktstand).

Eingefangen wird damit ein Stück Alltagswirklichkeit wie in einer Falle (»piège«). Spoerri ist aber nicht nur der Erfinder des »Fallenbildes«. Die damit verbundenen und daran anknüpfenden Ideen gehen weit über ein bildnerisches Prinzip hinaus. Schon früh entstand die »Topographie des Zufalls«, gewissermaßen das literarische Pendant zu der Terrainsuche mittels Alltagsgegenständen. Im weiteren Verlauf machte Spoerri nicht nur mit seinen Bildern von sich reden, sondern durch unterschiedlichste Aktionen und Projekte.

Seit Daniel Spoerri 1997 in der Toskana den Künstlergarten »Il Giardino di Daniel Spoerri« eröffnete, setzte er seine Assemblagen immer häufiger auch in Bronze um. Es ist ein besonderes Merkmal von Spoerris Arbeitsweise, dass er in dem italienischen Skulpturenpark nicht nur eigene Arbeiten aufgestellt hat, sondern auch Werke befreundeter Künstlerinnen und Künstler. Die über 100 Installationen von mehr als 55 Künstlern können auf dem 14 ha großen Gelände von Ostern bis Oktober erwandert werden.

Seit 2007 hat Daniel Spoerri Wien wiederentdeckt, wo er in den 1980er Jahren eine Gastprofessur innehatte. 2008 brachte er zwei Liegenschaften in Hadersdorf am Kamp, in Niederösterreich bei Krems an der Donau, in eine gemeinnützige Stiftung ein, die unter dem Namen Eat Art & Ab Art als Esslokal, Ereignis- und Ausstellungsort genutzt werden.

Kunstwerke Daniel Spoerri